Die ideale Aufzucht-Jungsau

Die Aufzucht zu gesunden Jungsauen ist die Grundlage für ein langes und produktives Sauenleben. Die ideale Aufzucht-Jungsau hat einen geraden Rücken, ausreichend entwickelte und korrekt positionierte Euter, eine gut ausgeprägte Vulva und kräftige Beine. Gewicht und Speckdicke entsprechen den gewünschten Zielwerten.

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Was sollte eine Aufzucht-Jungsau bei der ersten Insemination erfüllen?

Damit Sauen lange leben und länger gesunde Würfe haben, ist eine gute Aufzucht-Jungsauen die Grundlage. Doch was ist eine ideale Aufzucht-Jungsau? Welche Zielwerte bei der Erste Insemination von Jungsauen führen zu einer hohen, gesunden Lebensleistung?

  • Alter: 255 Tage
  • Gewicht: 170 kg
  • Speckdicke: 13 mm

Wenn Sie diese Zielwerte einhalten, können Sie die Jungsauen gezielter einsetzen. Auf diese Weise streben Sie eine künftige Sauenherde an, die mit weniger Ersatz bessere Leistungen erbringt.

Wie bringt man Jungsauen in die richtige Kondition?

Mit einer Wachstumskurve von durchschnittlich 660 Gramm pro Tag erreichen die Jungsauen bei der ersten Insemination ihre ideale Kondition. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist, dass die Jungsauen uneingeschränkt gefüttert werden. Das bringt Ruhe und Sättigung. Und es führt zu einheitlicheren Herden. Es ist jedoch wichtig, den Futtergehalt an das Alter und die Genetik der Tiere anzupassen. Das ist in jedem Betrieb anders. Unsere Schweinespezialisten helfen Ihnen gerne mit einer maßgeschneiderten Berechnung für Ihren Bio-Schweinebetrieb.

Möchten Sie wissen, was Ihnen die ideale Aufzuchtferkel bieten kann? Wenden Sie sich an einen unserer Schweinespezialisten. Er oder sie wird Ihren Vorteile berechnen.

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Worauf sollte man bei der Aufzucht von Jungsauen achten?

Neben dem Alter, dem Gewicht und der Speckdicke bei der ersten Insemination spielen auch andere Faktoren eine Rolle, wenn es darum geht, Sauen mit einem langen Leben und einer hohen Produktivität zu bekommen. Eine solide Beinarbeit, gut entwickelte Geschlechtsorgane in Verbindung mit einer guten Gesundheit (Widerstandsfähigkeit) sind Voraussetzung für ein langes Leben. Optimale Haltungsbedingungen, ein angenehmes Klima und ein wirksames Gesundheitskonzept sind die Grundlage dafür.

Unterbringung:

  • Wählen Sie für die Aufzucht von Jungsauen eine Betonbodenkonstruktion. Metall und Kunststoff reduzieren das Abnutzungsmuster der Klauen, was zu einer unerwünschten Beinstellung führen kann. Dies gilt auch in der Aufzuchtphase ab dem Absetzen bis zu einem Gewicht von 25 kg!

Stabiles Klima:

  • Hinsichtlich des Klimas gelten für die Aufzucht von Jungsauen die gleichen Grundsätze wie für Absetzferkel und Mastschweine.

Gewöhnung an die Sauengruppe:

  • Stellen Sie sicher, dass die Jungsauen bereits an das Fütterungs- und Haltungssystem gewöhnt sind, bevor sie in die Deck- und Trächtigkeitsbucht kommen. Beginnen Sie rechtzeitig damit, sich mit der Fütterungsstation vertraut zu machen. Eine gute Eingewöhnung ist für Jungsauen sehr wichtig, um sich auf ihre nächste Phase einzustellen.
  • Stellen Sie sicher, dass die Jungsauen - bevor sie mit älteren Sauen im Deckstall in Kontakt kommen - in Bezug auf Widerstandskraft/Gesundheit "ausgeglichen" sind. Ein angemessener und gut durchgeführter Impfplan und ein verantwortungsvoller Umgang mit dem "Keimaustausch" im fünften/sechsten Lebensmonat sind hier wichtig. Ein praktisches Hilfsmittel hierfür sind z.B. Speichelschnüre und/oder Jutesäcke.
  • Nicht zu vergessen ist schließlich die soziale Gewöhnung: Die Unterbringung in größeren Gruppenbuchten, regelmäßige ruhige Spaziergänge durch die Ställe, ein gutes Lichtregime und eine rechtzeitige Ebereinführung sind neben einer guten Brunsterkennung auch wichtig, um den sozialen Aspekt zu trainieren.


Mehr Informationen oder Beratung?

Unsere Spezialisten bieten Ihnen Wissen, Beratung und Begleitung, um Ihre Unternehmensziele in die bestmöglichen Ergebnisse umzusetzen. Ihnen stehen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung, wie z. B. unser Agroscoop-Managementsystem. Dadurch erhalten die Spezialisten einen guten Einblick in die Leistung Ihrer Jungsauen und Sauen und in die möglichen Verbesserungsbereiche, um eine höhere Lebensleistung zu erzielen. Steuern Sie so viel wie möglich auf der Grundlage von Fakten/Daten: Messen ist Wissen!

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