Bei Nachhaltigkeit geht es oft um die Reduzierung von CO₂-Emissionen. Die biologische Landwirtschaft und Tierfutterproduktion gehen jedoch noch weiter. Hier geht es auch um Bodenqualität, Biodiversität, Kreislaufwirtschaft und zirkuläre Rohstoffe. Mit anderen Worten: Der Fokus liegt auf der Wiederherstellung natürlicher Systeme.
Gesunde Böden, Lebensraum für Insekten und Tiere, aufeinander abgestimmte Ketten, intelligente Wiederverwendung vorhandener Rohstoffe und geschlossene Kreisläufe stehen dabei im Mittelpunkt. Bio-Futtermittel sind somit vor allem eine Möglichkeit, die Landwirtschaft innerhalb der Grenzen der Natur zu gestalten. Es geht um langfristige Nachhaltigkeit.
Reudink betrachtet Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil seiner Mission und Strategie. Im Folgenden erläutern wir, was dies bedeutet.
Reudink nutzt so viele Restströme wie möglich: Rohstoffe, die für Menschen nicht geeignet sind, aber wohl für Tiere. Reudink verarbeitet Restströme aus der Lebensmittelindustrie zu Mischfutter oder liefert diese direkt an den Bauernhof. Denken Sie beispielsweise an Konzepte, bei denen wir fermentiertes Futter einsetzen: Dies erhöht den Nährwert, begrenzt Verluste und kann zur Tiergesundheit beitragen.
Auch die Verwendung regional angebauter Rohstoffe passt in diese zirkuläre Vision. Reudink setzt daher auch auf das HomeMixxing-Konzept, bei dem Landwirte selbst angebaute oder lokal angebaute Rohstoffe mischen und einsetzen.
Ein Schlüsselprojekt im Bereich Nachhaltigkeit ist die Umstellung auf Biogas. Die Fabrik in Lochem wird langfristig auf Biogas von Milchviehhaltern aus der Region umstellen. Diese vergären Kuhemist und liefern Biogas über eine Pipeline direkt an Reudink. Zusammen mit 100 % grünem Strom macht dies den Standort in Lochem CO₂-neutral. Dieser Ansatz ist mehr als nur eine CO₂-Reduzierung: Mit diesem Ansatz bilden Mist, Energie und Futter eine einzige Kreislaufkette.
Reudink weiß, dass es bei nachhaltigem Futter nicht nur um Rohstoffe geht. Es geht auch um den Boden, die Natur und die Biodiversität. Deshalb arbeiten wir daran, die Biodiversität rund um die Fabrik zu fördern, beispielsweise durch die Aussaat von Blumenmischungen und die Aufstellung von Bienkästen.
Darüber hinaus fördern wir Biobauern mit innovativen Produkten wie dem Plant-Sortiment: biologische Düngemittel, Saatgut und Siliermittel. So verbessern wir gemeinsam die Bodenqualität und die Mineraleffizienz.
Schließlich unterstützt Reudink die bodengebundene, regional verankerte Landwirtschaft. Mit seinem HomeMixxing-Konzept und seiner Beratung versucht Reudink, Kreisläufe zu schließen: vom Boden zum Tier und zurück zum Boden.
Reudink entscheidet sich für regionale Rohstoffe. Nicht nur in den Niederlanden, sondern auch in Deutschland. Die neue Fabrik in Fürstenau bedeutet eine Produktion näher am Absatzmarkt in Deutschland. Dies verkürzt die Transportwege und verringert die Umweltbelastung. Die regionale Produktion für den deutschen Markt steht zudem im Einklang mit den deutschen „Verbands”-Ernährungskonzepten. Es zeigt auch, wie Reudink sich für Nachhaltigkeit und Effizienz einsetzt, nicht nur bei den Rohstoffen, sondern auch in der Logistik und der Lieferkettensteuerung.
Das Streben nach mehr Nachhaltigkeit liegt Reudink im Blut. Deshalb wollen wir den Anteil von Restströmen in Futtermitteln wie Weizengrieß, Kröner oder Okara weiter erhöhen. Durch die Verwendung dieser Ströme nutzen wir (Roh-)Stoffe, die sonst verloren gehen würden. Mit anderen Worten: So reduzieren wir Abfall und entlasten die Primärrohstoffe.
Darüber hinaus ist es weiterhin wichtig, Regionen – sowohl die Herkunft der Rohstoffe als auch den Absatzmarkt – so nah wie möglich beieinander zu halten. Regionale Beschaffung und Produktion minimieren den Transport, stärken lokale Kreisläufe und unterstützen die Biodiversität.
Die Kombination aus kreislauffähigen Rohstoffen, Biogas, lokaler Produktion und Bio-Zertifizierung (auch für Verband-Gütesiegel) macht die Produktion von Bio-Futtermitteln zu einem integralen System, in dem Boden, Tier, Energie und Ernährung nachhaltig zusammenkommen.