Die ökologische Milchviehhaltung in Deutschland bietet Chancen. Das Interesse am ökologischen Landbau wächst und die Gesellschaft achtet zunehmend auf Gesundheit und Tierschutz.
Deutsche Haushalte kaufen häufiger und mehr Bio. Im Jahr 2024 gaben die Deutschen 16,8 Milliarden Euro für Bio-Lebensmittel und -Getränke aus. Es gab von 2019 bis 2023 eine Umsatzsteigerung von 47% im klassischen Lebensmitteleinzelhandel. Der ökologische Landbau bietet, auch aufgrund des nachfrageorientierten Marktes, ein gutes Ertragsmodell. Und ein höheres durchschnittliches verfügbares Einkommen als konventionelle, nicht ökologische Betriebe.
Die deutsche Regierung strebt bis 2030 einen Anteil von 30% ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft an. Seit 2019 wuchs die Öko-Fläche um 17,1%. In 2023 wurde jeden Tag die Fläche von über 300 Fußballfeldern auf Bio umgestellt und insgesamt 1.940.301 Hektar für Ökologischer Landbau genutzt. In 2023 wirtschaften 1:7 Höfe (14,4%) in Deutschland ökologisch. Es gab insgesamt 36.536 Biobetriebe, von denen 19.552 EU-Biobetriebe waren und der Rest Verbandsbetriebe.
(Quellen: BÖLW, BMEL, konsultiert Februar 2025)
Weiter unten auf dieser Seite finden Sie einige wichtige Elemente des Stufenplans näher erläutert. Mit unserem Wissen, unserer langjährigen Erfahrung im Biosektor und unserem umfangreichen Netzwerk unterstützen wir Sie bei allen Schritten des Prozesses.
Biomilch und andere Milchprodukte werden für einen nachfrageorientierten Nischenmarkt produziert. Der Absatzmarkt für Biomilch ist gut organisiert. Umsteller und Neueinsteiger tun gut daran, sich in der Orientierungsphase mit einem potenziellen Abnehmer von Biomilch in Verbindung zu setzen, auch zur Finanzierung. Wir stellen den Kontakt zu ihnen her. Generell können wir sagen, dass es stabile Preise gibt, die Ihnen eine gute Rendite sichern.
Ausgehend von Ihren Plänen und Möglichkeiten können wir anhand von technischen Zahlen aus der ökologischen Milchviehhaltung ein Budget und eine Bilanzrechnung für Ihren Betrieb erstellen. Diese Daten können Sie in Ihrem Finanzierungsantrag verwenden. Unsere Milchviehspezialisten stehen Ihnen gerne zur Verfügung.
Als Bio-Milchviehhalter versorgen Sie Ihre Kühe mit Bio-Milchviehfutter (maximal 40% Kraftfutter und mindestens 60% Raufutter). Diese Futtermittel sind frei von GVO. Mindestens 60% des Futters müssen aus Ihrem eigenen Betrieb oder aus der Region (EU) stammen. Reudink stellt Ihnen dafür eine Erklärung aus. Um Ihre eigene Ernte füttern zu können, müssen Sie auch die Flächen Ihres Betriebs auf Bio umstellen. Biologisches Futter ist oft teurer als konventionelles Futter. Berücksichtigen Sie dies bei der Budgetierung. Wir erstellen es gerne mit Ihnen.
Die tierische Düngung sollte maximal 170 kg N pro Hektar betragen. Bringen Sie den Dünger möglichst auf Ihren eigenen Flächen oder regional bei Biobauern in der Umgebung aus. Es kann daher sinnvoll sein, einen Landwirt in Ihrer Nähe zu finden und eine Kooperation einzugehen, bei der Sie Dünger gegen Stroh oder eine andere Kultur tauschen.
Nicht nur Sie und Ihre Tiere wechseln, sondern auch Ihr Boden. Als Bio-Milchviehhalter arbeiten Sie mit Ihrem Boden. Indem Sie den Boden füttern, verbessern Sie die Bodenqualität und fördern aktiv das Bodenleben. Sie werden feststellen, wie viel Ihnen ein guter Boden bringen kann.
In der ökologischen Milchviehhaltung sollten Sie den Kühen immer Zugang zu Weideland geben, es sei denn, Krankheiten oder Boden- und Wetterbedingungen verhindern dies. Es gelten auch Mindestflächen pro Tierkategorie, mit ausreichend Tageslicht und natürlicher Belüftung. Im Allgemeinen ist der ökologische Landbau arbeitsintensiver als die konventionelle Landwirtschaft. So muss beispielsweise die Bettung aus Einstreu bestehen, die täglich gewechselt wird. Mit Reudink entscheiden Sie sich für ein gutes Stallklima und gesunde Tiere.
Die Tiere werden ermutigt, ihr natürliches Verhalten zu zeigen. Im Rahmen der Tiergesundheit geht es darum, die natürliche Widerstandskraft des Tieres zu stärken. Futter, Hygiene und Unterbringung spielen dabei eine wichtige Rolle. Antibiotika dürfen nicht einfach so verabreicht werden, und der Einsatz von Pestiziden im Anbau sowie von GVO im Futter ist nicht erlaubt. In der ökologischen Landwirtschaft gibt es (im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft) eine doppelte Wartezeit für den Einsatz von Medikamenten und eine Höchstzahl von Behandlungen, damit das Endprodukt als ökologisch verkauft werden kann. Der Rat des Tierarztes ist in Gesundheitsfragen führend.
Vergewissern Sie sich, dass Sie Ihren Betrieb bei der Gründung oder Umstellung bei einer Auditstelle anmelden. Sie haben die freie Wahl der Kontrollstelle und können EU-Bio oder einen der deutschen Verbände (z.B. Bioland, Naturland oder Biokreis) wählen. Die Umstellung eines Milchviehhaltungsbetriebs beginnt mit der Umstellung Ihrer Flächen. Dies kann bis zu 24 Monate dauern. Die Standardumstellungszeit für Tiere beträgt 6 Monate (Fleischrinder ist 12 Monate) und beginnt erst nach der Umstellung der Flächen. Nach diesen 6 Monaten können Sie die Biomilch als ökologisch vermarkten.
Wir sind für Sie da. Unsere Bio-Milchviehspezialisten begleiten Sie Schritt für Schritt durch den Gründungs- oder Umstellungsprozess. Mit unserem Wissen, unserer langjährigen Erfahrung im Biosektor und unserem weitreichenden Netzwerk finden wir gemeinsam die Antworten auf all Ihre Fragen. Wir stellen auch den Kontakt zu unseren Biobauern her, damit Sie einen Biohof besuchen können. Wir machen es Ihnen leicht.
Jeder Tierbereich bietet andere Möglichkeiten und erfordert einen spezifischen Stufenplan. Für Milchvieh wenden Sie sich bitte an unseren Spezialistin Stella Steinbrück oder fragen Sie unser Kundendienstteam nach weiteren Informationen.