Kalium ist wichtig für die Widerstandsfähigkeit der Pflanze, für das Funktionieren zahlreicher Enzyme, für das reibungslose Funktionieren der (Feuchtigkeits-)Transportfunktionen in der Pflanze und für die Krankheits- und Trockenheitsresistenz. Einen Kalimangel erkennt man am Absterben des äußeren Blattrandes. Der Boden (pflanzenverfügbares K) und (Rinder-)Gülle sind die wichtigsten Kalilieferanten.
Eine Maisernte von 15 Tonnen Trockenmasse entzieht über 200 kg Kalium (K2O). Bei einer Düngung mit 35 m³ Gülle, was etwa 160 kg Kalium entspricht, benötigt der Mais bald einen Zuschlag. Prüfen Sie anhand der Bodenanalyse, ob die K-Verfügbarkeit hoch genug ist, um dieses Defizit auszugleichen. Ist dies nicht der Fall, was vor allem auf leichteren Sandböden der Fall ist, ist eine zusätzliche Kaliumdüngung erforderlich.
Rechnen Sie mit höheren Erträgen? Dann ist es gut zu wissen, dass sich der Kaliumbedarf und damit die mögliche Unterdeckung um etwa 14 kg K2O je Tonne Trockenmasseertrag erhöht. Bei einem Trockenmasseertrag von 17,5 Tonnen ergibt sich ein Mehrbedarf von 70 kg Kaliumsulfat pro Hektar.
Die Maisanbauflächen befinden sich häufig in einer Fruchtfolge mit Ackerbau. Mais ist eine Pflanze mit hohem Stickstoffbedarf. Daher ist es sinnvoll, Mais auf umgebrochenen Grünland anzubauen. Anders als der Stickstoffbedarf wird der Kaliumbedarf von Mais nicht durch Grünlandumbruch gedeckt. Wie viel Kalium beim Umbruch von Grünland freigesetzt wird, zeigt die folgende Tabelle.
Menge des verfügbaren Kaliums aus der Mineralisierung von umgebrochenem Grünland.
Auf gepflügtem Grünland wird in der Regel keine oder nur wenig Gülle ausgebracht. Bei einem Bedarf von 200 kg K2O und einer Nachlieferung von 95 kg aus der gepflügteGrasnarbe (siehe Tabelle) im zeitigen Frühjahr beträgt das Defizit über 100 kg K2O. Dieses Defizit lässt sich in der Regel nicht vollständig durch die Verfügbarkeit aus dem Boden ausgleichen. Eine zusätzliche Kaliumdüngung ist daher beim Umbruch von Grünland oft notwendig.
Streuen Sie den Kaliumzusatz vollflächig und unmittelbar nach der Maisaussaat aus. Dies verhindert Schäden am Keimling oder an den Blättern und macht das Kalium für die Maispflanze schnell verfügbar. Die ganzflächige Ausbringung wird wegen der besseren Verteilung auf dem Feld und der Aufnahme des Kaliums in den Boden bevorzugt. Kalium kann aber auch durch Reihendüngung ausgebracht werden. Dies spart einen zusätzlichen Arbeitsgang. K2O kann als Reihendüngung bis zu 50 kg reines Kalium ausgebracht werden, ohne dass die Gefahr besteht, dass die Wurzeln geschädigt werden. Das liegt daran, dass organische Kaliumdünger viel weniger Salze enthalten.
Der am häufigsten verwendete Kaliumdünger auf Maisfeldern ist Kaliumsulfat (KaliSOP). Es enthält 50 % Kalium und 44 % SO3. Eine gute Alternative ist PhotashpluS, das 37 % Kalium und 20 % SO3 enthält und daher kostengünstiger ist. Das in PhotashpluS enthaltene Mg und Ca, die für die Maispflanze leicht verfügbar sind, fördern ihr Wachstum und ihre Gesundheit.
Durch die Düngung mit einem dieser beiden Dünger wird der Mais ausreichend mit Schwefel versorgt. Von der Verwendung von Patentkali im Frühjahr raten wir ab, da das Kalium für den Mais (zu) langsam freigesetzt wird.
Haben Sie Fragen zur Düngung Ihrer Maisflächen? Dann wenden Sie sich an Ihren Spezialist oder unseren Kundenservice. Wir helfen Ihnen gerne weiter!