Die Umwandlung der Fabrik in Fürstenau in eine Biofabrik ist in vollem Gange und läuft super. Seit das Integrationsteam Anfang des Jahres losgelegt hat, sind schon viele Schritte gemacht worden. Wir haben mit Judith Hofland, der Geschäftsführerin von Reudink, gesprochen, um zu erfahren, wie der Prozess läuft und was die nächsten Schritte sind.
Judith erzählt: "Wir sind seit ein paar Monaten an der Arbeit, und das Projektteam hat hart daran gearbeitet, die Fürstenau-Fabrik in eine Biofabrik umzuwandeln. Die Fabrik wurde komplett gereinigt und wir haben inzwischen die EU-Bio-Zertifizierung und die GMP+-Zertifizierung erhalten. Auch die KAT-Zertifizierung, eine deutsche Qualitätsregelung für die Rückverfolgbarkeit von Eiern, ist inzwischen geregelt.
Jetzt machen wir die Fabrik fit für die Produktion von sogenannten „Verbandswaren“-Futtermittel. Diese Futtermittel müssen die strengen Anforderungen verschiedener Bio-Gütesiegel erfüllen, also arbeiten wir hart daran, die „Verbands“-Zertifizierung zu bekommen. Die Integration läuft also sehr gut und wir rechnen damit, dass wir am 1. Juli für die EU-Bio-Futtermittel betriebsbereit sind.“
„Es läuft wirklich gut!“, sagt Judith stolz. "In der nächsten Zeit konzentrieren wir uns vor allem auf die Beschaffung der Rohstoffe und alles, was wir dafür vorbereiten und organisieren müssen. Wir wollen schon im Juni anfangen, einige Kunden aus Fürstenau zu beliefern. Das sind Kunden, die aus 5xD-Gründen so schnell wie möglich Futter aus Deutschland haben wollen. Das 5D-Label steht für Produkte, die komplett in Deutschland produziert und verarbeitet werden. Zum Beispiel Fleisch und Eier. Außerdem arbeiten wir, wie schon gesagt, hart an der „Verbands-Zertifizierung."
Judith: "Der Integrationsprozess läuft schneller als ich erwartet hatte. Das liegt daran, dass wir viel Erfahrung mit solchen Projekten haben und die richtigen Leute in unseren Teams haben, um die Integration zu leiten. Solche Prozesse sind immer kompliziert und es kommt immer mehr dazu, als man denkt. Außerdem waren die Kollegen, die beim vorherigen Inhaber der Fabrik gearbeitet haben und mit dem Kauf der Fabrik in Fürstenau auf einen Schlag Kollegen des Reudink-Teams wurden, sofort super positiv eingestellt. Auch das ist ein entscheidender Faktor dafür, dass alles reibungslos läuft. Ohne ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihren Einsatz wäre die Reinigung und Inbetriebnahme der Fabrik bei weitem nicht so schnell vonstattengegangen.“
Judith muss nicht lange überlegen: „Ich habe vor allem gelernt, wie wichtig Zusammenarbeit ist. Das ist eigentlich immer so, aber besonders in so einem Integrationsprozess. Wir sind und fühlen uns schon richtig ‚vereint‘ mit dem Team Fürstenau, und der Prozess hat auch die Zusammenarbeit innerhalb des gesamten Reudink-Teams gestärkt. Und ja, darauf bin ich schon sehr stolz, auf das, was wir bisher gemeinsam erreicht haben.“
Judith nickt: "Ja, das passt super. Wir bleiben nah am Kunden, mit regionaler Produktion und Beratung, kurzen Transportwegen und lokaler Beschaffung. Wir schließen Kreisläufe. Was Reudink in der Bio-Welt, vor allem in Deutschland, wirklich auszeichnet, ist, dass wir nicht nur Futter liefern, sondern auch fachkundige Beratung. Wir schauen wirklich auf den Output und verbessern die technischen Ergebnisse messbar durch unsere Berater. Wir arbeiten also Seite an Seite mit unseren Bio-Kunden, mit Blick auf „For the Future of Farming“. Und weißt du, mit den richtigen Leuten und einer klaren Vision ist alles möglich.