Klimatipps für das Wohlbefinden der Hühner und des Geflügelhalters

Ein gutes Stallklima trägt dazu bei, dass die Legehennen in Topform sind. Außerdem führt die zusätzliche Zeit und Aufmerksamkeit für ein optimales Lebensumfeld zu einem höheren Arbeitskomfort. Dies liegt zum Teil daran, dass gesundheitliche, aber auch stressbedingte Probleme wie Picken oder Ausfälle weniger wahrscheinlich sind. Dies ist sowohl für die Legehennen als auch für den Geflügelzüchter von Vorteil. In diesem Artikel geben wir Ihnen Tipps zu Belüftung, Computereinstellungen und Temperatur.

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Belüftung

Legehennen sind sehr empfindlich. Nutzen Sie diese Tipps, um Zugluft, Temperaturunterschiede und unterschiedliche Luftfeuchtigkeit zu vermeiden.  

  • Vergewissern Sie sich, dass der Stall über eine ausreichende Lüftungskapazität verfügt. Überprüfen Sie, ob alle Ventilatoren funktionieren, ob die Lüftungsgitter sauber sind und ob sich keine Hindernisse im Abluftweg befinden. Durch Kondensation und Staub verschmutzte Ventilatoren können zu einem Leistungsabfall von bis zu 30 % führen. Die Norm für die maximale Belüftung liegt bei 3,6 m3/je Tier und Stunde.
  • Sorgen Sie immer für einen anhaltenden Unterdruck (10 bis 15 Pascal) und eine ausreichend hohe Luftgeschwindigkeit (60 Zentimeter pro Sekunde).
  • Unerwünschte Leckluft reduziert das Risiko von E. coli. Führen Sie alle sechs Monate einen Rauchtest durch, um die Funktion der Lüftung zu überprüfen. Auch eine Wärmebildkamera bietet eine Menge Informationen. Ihr Berater kann Ihnen dabei helfen.
  • Tage mit hohen Tagestemperaturen und kalten Nächten erfordern besondere Aufmerksamkeit. Dann wird schnell zu viel gelüftet. Senken Sie die maximale Belüftung auf maximal 2 m3/je Tier und Stunde, und erweitern Sie die Bandbreite. Denken Sie daran, dies im Sommer wieder zu erhöhen.
  • Die Mindestlüftung beträgt 0,7 m3/je Tier und Stunde. Beachten Sie, dass die Luftzusammensetzung darüber entscheidet, ob die Belüftung ausreichend ist.

Klimacomputer

Gehen Sie die Einstellungen des Klimacomputers mit einiger Regelmäßigkeit durch. Die optimalen Einstellungen sind je nach Stall und Computer unterschiedlich. Unser Geflügelspezialist hilft Ihnen gerne dabei. Mit ein paar kleinen Anpassungen können Sie viel Gewinn machen. Überprüfen Sie insbesondere die Stellmotoren, die Lufteinlassventile, die Wärmetauscher, die Mindestlüftung und die Feuchtigkeitsregelung. Achten Sie auf die richtigen Einstellungen, ob alles richtig funktioniert und auf die Hygiene. Auf diese Weise halten Sie auch die Einstreubedingungen richtig. 

Vermeiden Sie, dass kalte Luft auf die Hühner fällt. Die optimale Nachttemperatur liegt bei 18 Grad, aber bei geschlossenen Auslaufluken sind 20 Grad besser. Stellen Sie außerdem sicher, dass ein funktionierender Alarm und ein Notstromaggregat vorhanden sind. Ersetzen Sie die Batterien rechtzeitig oder laden Sie sie bei Bedarf auf.

Temperatur

Die Jahreszeit bestimmt die Zieltemperatur im Stall. Zum Sommer hin empfehlen wir einen etwas höheren Sollwert von 21-22 Grad. Die Faustregel lautet: Sollwert + Bandbreite = 27 Grad. Angenommen, der Zielwert beträgt 21 Grad, dann sollte die Bandbreite 6 Grad betragen. Das bedeutet, dass bei einer Stalltemperatur von 27 Grad die Lüftung auf Maximum läuft. Eine geringere Bandbreite ist nicht zu empfehlen, da das Risiko von Problemen mit E.coli steigt. 

Verfügen Sie über ein Vernebelungssystem zur Kühlung der Ställe? 

Nach dem Winter können die Düsen teilweise verstopft sein. Prüfen Sie daher, ob sie noch ordnungsgemäß funktionieren. Achten Sie auch auf mögliche mikrobielle Verunreinigungen in stehendem Wasser. Spülen Sie das System vor dem Gebrauch. 

Testen Sie die Funktion des Vernebelungssystems an einem etwas wärmeren Tag. Achten Sie dabei darauf, ob sich der Nebel gut im Stall verteilt. Dazu ist kein Rauchtest erforderlich; Sie können den Nebel sehen. Warten Sie nicht bis zu einem heißen Tag, um dies zu tun.

Machen Sie den Klima-Check

Ein optimales Stallklima erfordert Ihre Aufmerksamkeit. Planen Sie alle sechs Monate einen Klimacheck mit Ihrem Berater. Gehen Sie gemeinsam durch den Stall und nehmen Sie Messungen vor, überprüfen Sie die Einstellungen des/der Klimacomputer(s) und führen Sie einen Rauchtest durch. 

Wenn dies aufgrund von Besuchseinschränkungen nicht möglich ist, finden wir eine Alternative und lassen zum Beispiel Rauchpatronen bei Ihnen.

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