Gesunder Boden mit Zwischenfrüchten

Im ökologischen Anbau ist Fruchtfolge Pflicht. Für die Milchviehhaltung setzen wir bei Reudink auf das ideale Anbausystem. Dieses besteht aus mehreren Jahren Kleegras, gefolgt von einem Jahr Silomais und einem Jahr Getreide, vorzugsweise im Mischanbau.
Ein großer Vorteil ist, dass der Boden den größten Teil des Jahres bedeckt ist. Das unterstützt eine gesunde Bodenstruktur und eine gute Nährstoffnutzung. Doch wann passt der Einsatz von Zwischenfrüchten in dieses System?

Wissen
Raufutter & Anbau
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Nach der Getreideernte

Nach der Ernte von Wintergetreide oder Roggen von Ende Juli bis Mitte August ist es sinnvoll, schnell Kleegras anzusäen. Wird Getreide als Ganzpflanzensilage genutzt oder Sommergerste geerntet, entsteht Raum für eine Zwischenkultur. 

Ist die Raufutterversorgung knapp, lohnt sich der Anbau von Kulturen wie Landsberger Gemenge oder Italienischem Weidelgras. In wenigen Monaten können so zwei Schnitte hochwertiges Futter geerntet werden.

In anderen Fällen können zunächst Bodenarbeiten durchgeführt werden, bevor eine Zwischenfrucht eingesät wird.

Nach dem Maisanbau

Auf Sand- und Lössböden ist eine Zwischenfrucht verpflichtend. Dies kann durch Wintergetreide oder durch die Aussaat von Gras Klee bis zum 1. Oktober erfüllt werden. Wird nach Silomais eine andere Kultur angebaut, etwa Sommergetreide, ist ebenfalls eine Zwischenfrucht notwendig.

Umbruch auf schweren Böden

Eine Zwischenfrucht kann eine wertvolle Ergänzung sein, wenn im Herbst auf schwereren Tonböden eine alte Grasnarbe umgebrochen wird. Ist die Folgefrucht erneut Gras, empfiehlt es sich, ein Wintergetreide dem Grasgemisch beizumischen. So werden die im Herbst freigesetzten Nährstoffe besser genutzt und gleichzeitig dient es als Deckfrucht.
Ist die Folgefrucht Silomais, säen Sie eine Zwischenfrucht und arbeiten Sie diese im frühen Frühjahr ein.

Warum Zwischenfrüchte einsetzen

Zwischenfrüchte bieten viele Vorteile, kurz- und langfristig:

  • Die Unkrautunterdrückung wird verbessert
  • Nährstoffe werden effizienter genutzt
  • Das Bodenleben wird gefördert
  • Die Bodenqualität wird erhöht
  • Zusätzliche organische Substanz wird in den Boden eingebracht

Der regelmäßige Einsatz führt langfristig zu höheren Erträgen und einem widerstandsfähigeren Boden.

Auswahl der Zwischenfrucht

Welche Zwischenfrucht am besten geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. In der folgenden Tabelle sind die im ökologischen Anbau verfügbaren Zwischenfrüchte übersichtlich nach Einsatzgebiet dargestellt.

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Tabelle 1: Übersicht Anwendung von Zwischenfrüchten

 

Wenn Sie Unkrautunterdrückung mit einer schnellen Bodenbedeckung kombinieren möchten, ist Gelbsenf die beste Wahl.
Japanischer Hafer eignet sich besonders, wenn der Fokus auf dem Aufbau organischer Substanz liegt. Für die Stickstofffixierung aus der Luft, ohne dass eine Ernte vorgesehen ist, ist DSV Solanum die passende Wahl.

Schädlinge berücksichtigen

Krankheiten und Schädlinge können die Wahl der Zwischenfrucht beeinflussen. So sollte zum Beispiel vor dem Anbau von Silomais keine Grasart oder Japanischer Hafer eingesetzt werden.
Wenn Sie unsicher sind oder Ihre Situation besprechen möchten, steht Ihnen unser Vertriebsinnendienst sowie der Raufutterspezialist Ihres Händlers gerne zur Verfügung.

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