So kombiniert man Weidehaltung und Melkroboter.

Melken mit dem Melkroboter sowie Weidegang lassen sich wunderbar vereinen. Dies erfordert allerdings ein gut durchdachtes Konzept: einen Plan, der zu Ihrem Betrieb passt. Dabei können Ihnen die Bio-Milchviehspezialisten und der Weidegang Spezial Berater von Reudink helfen.

Wie dieses Konzept aussieht, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel: beweidbare Fläche, Größe des Milchviehbestandes, Anzahl der Stunden, die Sie die Kühe weiden lassen möchten und Kapazität des bzw. der Melkroboter(s).

Wissen
Headers Reudink doorkijk koe in de wei - Reudink GmbH

Das Weiden ist, wie das Wachsen von Gras, ein dynamischer Vorgang. Es dauert einige Jahre, bis Sie und die Kühe das Weiden gut beherrschen. Setzen Sie auf Komfort oder eine maximale Aufnahme von frischem Gras? Umtriebsweiden erfordern meist mehr Fachkompetenz als Standweiden. Und wie viel können/möchten Sie im Stall zufüttern? All diese Faktoren spielen beim Weidegang eine Rolle. Letztendlich ist es wichtig, dass Sie ein System wählen, das gut zu Ihnen passt.

Funf Tipps für die Kombination von Melkroboter und Weidegang:

  • Die Kuh bewegt sich, um frisches Gras, zusätzliches Futter und Wasser zu bekommen. Nehmen Sie dies als Ausgangspunkt, um den Kühen beizubringen, „auf dem Roboter zu laufen“. Ein Beispiel: Platzieren Sie eine zusätzliche Wasserversorgung 30-50 Meter hinter dem Stall.
  • Mit dem Weidegang im frühen Frühjahr zu beginnen, funktioniert gut. Die Kühe lernen dann schneller, von die Weide in den Stall zurückzukehren, was teilweise auf das oft noch begrenzte Angebot an Weidegras zurückzuführen ist.
  • Ist die Roboterkapazität ein limitierender Faktor? Dann nutzen Sie ein Weidetor oder wenden Sie die Selektion durch den Roboter an.
  • Durch das Weiden in zwei kürzeren Perioden am Morgen und am Abend fressen die Kühe mehr frisches Gras und die Kapazität des Melkroboters wird maximiert.
  • Bringen Sie dem Jungvieh das Weiden bei: Weiden Sie sie mindestens 200 Tage lang über zwei Jahreszeiten hinweg.

Weiden mit 3 mal ‚R‘: Routine, Rythmus und Regelmäßigkeit.

Bei der Kombination von Melkroboter und Weidegang ist es wichtig, dass der Roboter genügend „freie Zeit“ hat. Ziehen Sie in Erwägung, mit einem Selektionsgitter zu arbeiten oder vom Roboter zu selektieren, wenn die freie Zeit am Roboter weniger als 20 % beträgt. Zweimal tägliches Weiden verteilt den Zugang und damit den Freiraum auf dem Roboter. Gleichzeitig wird dadurch der Eiweißüberschuss über den Tag verteilt und die Stickstoffeffizienz erhöht. Zweimal tägliches Weiden erhöht auch die Ts-Aufnahme (pro Stunde) des Weidegrases.

Die Milchkuh mag Routine, Rhythmus und Regelmäßigkeit. Integrieren Sie diese Tatsache in Ihren Betrieb. Das kann ganz einfach erreicht werden. Lesen Sie unten einige Beispiele.

  • Sorgen Sie für Routine zu Beginn des Tages.
    • Jeden Morgen die gleichen Handlungen zu Beginn des Weidegangs.
    • Nutzen Sie das natürliche Verhalten; starte früh am Tag mit den Weidegang, um eine höhere Aufnahme von frischem Gras zu erreichen.
  • Bauen Sie einen Rhythmus auf, indem Sie jeden Tag feste Zeiten für die Zufütterung einhalten.
    • Planen Sie das Timing gut. Das fördert den Gang zum Roboter, ohne das Grasen negativ zu beeinflussen.
    • Passen Sie die Menge der Zusatzfütterung an das Grasangebot an.
  • Schaffen Sie Regelmäßigkeit, indem Sie das gewählte Weidesystem das ganze Jahr über beibehalten.
    • Sowohl ‚Stripp-grazing‘ als auch das systeem mit rotierende Standweiden passen gut zu Robotermelken mit Weidegang.
    • Durch Variation der Beweidungsdauer pro Tag, der Zusatzfütterung und der Anzahl der Hektar kann für jedes System eine Lösung gefunden werden.

Mehr wissen?

Mehr Tipps mbz Weidegang und Weidesysteme finden Sie hier. Haben Sie Fragen, kontaktieren Sie uns bitte.

Artikel teilen